
Werbung ist eine gezielte, oft bezahlte, kommunikative Massnahme einer Instanz, zum Beispiel eines Unternehmens, einer Einzelperson, einer politischen Institution. Werbung dient zur Verbreitung von Informationen, zum Beispiel Informationen über Produkte, Dienstleistungen, Ideen und Personen. Ziel ist es, mit Werbung etwas bekannt zu machen, davon zu überzeugen, zum Kauf oder einem Abonnement anzuregen oder das Image von Unternehmen, Personen, Produkten und Dienstleistungen zu pflegen oder aufzubauen.
Werbung kann über unterschiedliche Medien geschehen, zum Beispiel Radio, Film, Youtube, über Influencer in sozialen Medien, über Streamingdienste, auf Webseiten und so weiter. Die Werbeformen und -darstellungen unterscheiden sich dabei je nach Medium.
Oft handelt es sich bei Werbung, um Massnahmen von Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen wollen. Jedoch gibt es auch Wahlwerbung, Mitgliederwerbung oder Spendenwerbung von meist nicht-gewinnorientierten Diensten.
Als Funktionen von Werbung können folgende Punkte genannt werden:
1) Bekanntmachung: Hinweise auf Produkte, Dienstleistungen oder Ideen
2) Information: Hinweise auf Merkmale wie Produkteigenschaften, -qualitäten, -verwendung, -preise
3) Suggestion: Durch Texte, Farben, Bilder, Musik, die bestimmte Emotionen oder Gedanken hervorrufen
4) Image: Hinweise auf besonders positive und sich hervorhebende Qualitäten des Werbenden
5) Erinnerung: Durch mehrfaches Wiederholen und emotionale Beeinflussung der Werbebotschaft
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/21204/werbung/
Werbung begegnet uns überall: Sei es, wenn wir am Bahnhof auf den Zug warten und das Plakat gleich gegenüber auf ein noch günstigeres Internet-Abo aufmerksam macht. Oder nach der Eingabe eines Begriffes in eine Suchmaschine, wenn die ersten drei Treffer Werbeanzeigen zum Thema sind. Und natürlich beim Scrollen durch unseren Instagram-Feed, in welchen sich immer wieder Produktplatzierungen «mogeln».
Einen bewussten und kritischen Umgang mit Werbung zu erlernen, erscheint durch diese Allgegenwärtigkeit besonders wichtig. Zu lernen, zu welchen Tricks die Werbeindustrie greift, die eigenen emotionalen Reaktionen zu erkennen, wo die Grenzen des Erlaubten sind und wie man sich vor ungewollter Werbung schützen kann, sind dabei nur einige Beispiele von wichtigen Kompetenzen.
Im Zyklus 1 können bereits erste Grundlagen gelegt werden, indem sich die Kinder ihrer Umgebung – und der darin zwangsläufig enthaltenen Werbung – bewusst werden, sie über ihre Erfahrungen darin sprechen sowie sich mit Emotionen, die durch Medien ausgelöst werden, auseinandersetzen. Im Verlauf der weiteren Zyklen können dann durch produktive Medienarbeit und ein reflexives Vorgehen ein erweitertes Verständnis und eine kritische Haltung zu Werbung aufgebaut werden.
BY Konsortium MIA21
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