
«Um eigene Medienerfahrungen konstruktiv verarbeiten zu können, ist es für Schülerinnen und Schüler wichtig, diese im Unterricht einbringen und diskutieren zu können» (Lehrplan21). Zudem wird durch die zum Teil rasante Entwicklung in Medien und Informatik die Fähigkeit benötigt, sich in dieser Welt orientieren zu können (siehe Leben in der Mediengesellschaft). Im Rahmen einer Arenadiskussion können aktuelle, möglicherweise kontroverse Themen aus der Lebenswelt der Schüler*innen diskutiert werden.
Die Arenadiskussion ermöglicht eine vielseitige Pro-Kontra-Auseinandersetzung. In einer Arenadiskussion zu Medien- und Informatikthemen in der Schule geht es nicht nur darum, die Gegenseite von den eigenen Argumenten zu überzeugen. Die Teilnehmenden sollen verschiedene Perspektiven zum Thema einnehmen und diese gegenüberstellen. Sie sollen kritische Argumente abwägen und sich so eine eigene Meinung zum Thema bilden.
Mögliche Diskussionsthemen
- Sollen Jugendliche erst ab 16 Jahren Zugang zu sozialen Medien erhalten?
- Soll der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (z. B. ChatGPT) in der Schule erlaubt sein?
- Darf man Smartwatches im Sportunterricht tragen?
- Sollen Smartphones in der Schule verboten werden?
- Soll Unterricht komplett digital stattfinden oder sind Schulhäuser und Lehrpersonen unverzichtbar?
Vorbereitung
Zu Beginn wird eine Moderation bestimmt, welche durch die Debatte führt. Danach wird die Gruppe in zwei Hälften aufgeteilt: eine Pro- und eine KontraGruppe. Nach der Aufteilung beginnen die beiden Gruppen, Argumente für oder gegen die Gesprächsthese zu sammeln. Dabei sollen auch Fragen an die Gegenpartei notiert werden. Für jede Gruppe werden Sprecher*innen definiert. Die anderen bilden das Publikum.
Durchführung
1. Die Moderation führt in die heutige Diskussion ein. Sie stellt die beiden gegenübersitzenden Gruppen und die Gesprächsregeln vor.
2. Eine Gruppe beginnt mit einem Eingangsstatement und eröffnet die Debatte. Die Moderation ist dafür verantwortlich, dass beide Gruppen ausgeglichene Sprechanteile erhalten.
3. Falls die Debatte ins Stocken gerät, kann die Moderation Impulse hineingeben oder die Diskussion zusammenfassen und beenden.
4. Nach der Debatte wird die Diskussion mit der ganzen Gruppe analysiert und die eingebrachten Argumente werden diskutiert. Eine gemeinsame Reflexion ist ein wichtiger Bestandteil der Arenadiskussion.
Weiterführende Links
- IQES – Instrumente für die Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation an Schulen Pro-Kontra Debatte: https://www.iqesonline.net/bildung-digital/checknews/unterrichtsszenarien/
- Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/lernen/methoden/46892/5-pro-contra-debatte/
BY Konsortium MIA21
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